Elektrizitätsversorgung im Wandel – mit Life Needs Power sind Sie dabei!
„Life Needs Power“ – das ist der Titel des Vortrags- und Diskussionsforums in der Hannover Messe, in dem seit 2001 aktuelle Entwicklungen der elektrischen Energieversorgung behandelt werden. Energie ist die Grundlage für das Leben, wie wir es kennen – der große und immer noch wachsende Energiebedarf der Menschheit ist aber auch eine der größten Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung. Seit rund 20 Jahren befindet sich die Elektrizitätsversorgung Europas deshalb in einem grundlegenden Wandel, der vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Energien geprägt ist. Die heute gültigen europäischen Ziele für das Jahr 2020, die unter anderem einen Anteil erneuerbarer Energie von über 30 % an der Deckung des elektrischen Energiebedarfs vorsehen, und die Fortführung des Umbaus in der Zeit danach bedeuten eine grundlegend andere elektrische Energieversorgung als in der Vergangenheit.
In Deutschland wurde das zunächst am steigenden Bedarf an Übertragungskapazität deutlich, der spätestens seit Vorstellung der ersten Dena-Netzstudie im Jahr 2005 in der Öffentlichkeit bewusst ist und der hauptsächlich durch de verbrauchsferne Windenergie verursacht wird. Mit dem zunehmenden Ausbau dezentraler Erzeugung rückten die Verteilnetze in den Fokus. Bereits heute wird in vielen Netzen zeitweise mehr Leistung eingespeist als verbraucht. Der Ruf nach Energiespeicherung und Smart Grids waren die Folge. Inzwischen ist allgemein anerkannt, dass die Elektrizitätsversorgungssysteme der Zukunft anders funktionieren müssen als die heutigen: Dezentrale Erzeugungseinheiten und, wo möglich und wirtschaftlich sinnvoll, auch Verbraucher werden ihren Beitrag zur Systemstabilität leisten müssen. Und ein System mit sehr hohem Anteil erneuerbarer Energien muss noch stärker weiträumig integriert sein als es die Verbundsysteme der Vergangenheit waren – längst, beispielsweise mit dem Desertec-Konzept, hat die Diskussion den traditionellen kontinentaleuropäischen Rahmen verlassen. Technische Lösungen für die Veränderungen gibt es teilweise schon, andere müssen erst noch entwickelt werden.
Viel Zeit steht dafür allerdings nicht mehr zur Verfügung, denn der Umbau des Erzeugungssystems schreitet ständig voran. Der Austausch von Erfahrungen und Ideen hat deshalb eine besondere Bedeutung. „Life Needs Power“ bietet eine einzigartige Plattform für die Diskussion zwischen Wissenschaftlern, Technologieherstellern, Energieversorgern Politikern und Bürgern. Alle Veränderungen der Elektrizitätsversorgung in den zurückliegenden zehn Jahren wurden hier frühzeitig adressiert – und das ist selbstverständlich auch der Anspruch für die Zukunft!
Prof. Dr. Jochen Kreusel (ABB AG), Leiter des Arbeitskreises zur Organisation des "Life Needs Power" Forums
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