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VDE/ZVEI-Energieforum „Life Needs Power“ auf der Hannover Messe

10 Jahre Techniktrends, Marktchancen und Konzepte zur Energieversorgung der Zukunft.

Die Energiemärkte und Architekturen zur Energieversorgung stehen vor großen Veränderungen. Welche Chancen bieten Offshore-Windparks, Großprojekte wie Desertec und CO2-Speichertechnologien? Wie können die Stromnetze den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und Energietransporte über weite Strecken bewältigen? Welche Potentiale eröffnen die IT-Aufrüstung der Netze (Smart Grids) und die Umstellung auf intelligente bzw. medienübergreifende Zählertechnologie (Smart bzw. Open Metering), welche Perspektiven die Elektromobilität und das Zusammenwachsen von Strom- und Verkehrsnetz? Und wie sollten die Weichenstellungen einer zukunftsfähigen Energie- und Forschungspolitik aussehen? Diese und weitere Themen stehen im Fokus von „Life Needs Power“, dem gemeinsamen Energieforum von VDE und ZVEI zur Energieversorgung und -anwendung auf der Hannover Messe 2010, das in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum feiert. Vom 19. bis zum 23. April 2010 treffen sich Experten aus der energietechnischen Industrie, der Energiewirtschaft, aus Wissenschaft, Forschung und Politik in der Halle 12, Stand C 06, um in Vorträgen, Präsentationen und Diskussionsrunden hoch aktuelle Fragen zur Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung von Strom zu diskutieren.


Engagierte Diskussionen auf dem Podium und mit dem Auditorium sind die Markenzeichen von Life Needs Power.

Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Erneuerbare Energien und Energietransport. Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 mehr als 30 Prozent ihres Elektrizitätsbedarfs aus erneuerbaren Quellen, insbesondere Windenergie, zu decken. Der wachsende Anteil von Strom aus regenerativen Energien mit ihrer stark schwankenden Erzeugung stellt das europäische Verbundnetz und die Stabilität der Versorgung vor große Herausforderungen. Betroffen davon sind neue Netz- und Netzführungskonzepte, Speichermöglichkeiten sowie neue Anforderungen an die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Vor diesem Hintergrund wird die Offshore-Windenergie im Hinblick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit beleuchtet. Weitere Themen sind neue Technologien wie die CSS-Technologie (CCS : Carbon, Capture and Storage) zur CO2-Speicherung aus Kohlekraftwerken sowie das ambitionierte Desertec-Konzept, das die 15-prozentige Deckung des europäischen Elektrizitätsbedarfs aus erneuerbaren, vorzugsweise solarthermischen Quellen in Nordafrika bis 2050 zum Ziel hat.


Engagierte Diskussionen auf dem Podium und mit dem Auditorium sind die Markenzeichen von Life Needs Power.

Elektromobilität zählt weit über Fachkreise hinaus zu den viel diskutierten Technikthemen. Elektroautos könnten als mobile Speicher Teil des Energienetzes werden und so Einspeiseschwankungen erneuerbarer Energien teilweise auffangen. Um so wichtiger ist die Frage, wie weit das Elektroauto noch von der Serienproduktion entfernt ist. Die Forschungsförderung für die Elektromobilität konzentriert sich zur Zeit vor allem auf die Batterie und neue Systemansätze für Elektrofahrzeuge. Weiter ist geplant, eine geeignete Infrastruktur aufzubauen. Im Rahmen des Energieforums wird gefragt, welche Weichenstellungen darüber hinaus sinnvoll wären. Das Spektrum der Ansatzpunkte reicht von der Normung über die politischen Flankierung von Investitionen und den Umgang mit (Daten-)-Schnittstellen bis zur steuerlichen Behandlung des Ladestroms und Marktfördermodellen für Elektroautos.

Eine wichtige Herausforderung im gesamten Energiesektor bleibt die Energieeffizienz. Im Rahmen des Energieforums wird über erste Erfahrungen aus E-Energy-Projekten der vergangenen Jahre diskutiert und eine Zwischenbilanz gezogen. Darüber hinaus werden Vor- und Nachteile von Maßnahmen zur Verbesserung des Energiemanagements erörtert: Wann führen gesetzliche Anreize und Vorschriften zu mehr Energieeffizienz, wann zu mehr Bürokratie? Große Potentiale für Energieeffizienzsteigerungen und die Einbindung dezentraler Energieerzeuger eröffnen „Smart Grids“ und „Smart Metering“. Mit einer IKT-gestützten dynamischen Infrastruktur können den Energiekunden flexible Tarife mit zeitnaher Abrechnung nach Verbrauch bzw. Einspeisung angeboten sowie die Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaverträglichkeit verbessert werden. Allerdings sind auch neue Konzepte zu entwickeln bzw. Anreize zu schaffen, damit die erforderlichen Langfristinvestitionen für Smart Grids in der Breite getätigt werden.


"Hast Du´s drauf?" Der Freitag der Hannover Messe steht bei Life Needs Power im Zeichen von Schülern.
Neben Techniktrends, Normungsthemen und Marktchancen nimmt die Diskussion über energie- und forschungspolitische Weichenstellungen bei dem Energieforum einen großen Raum ein. Im Fokus stehen insbesondere das Höchstspannungsnetz der Zukunft, innovative Technologien für das serienmäßige Elektroauto und Energiespeicher für Stromversorgungssysteme mit hohem Anteil erneuerbarer Energieträger.


Das aktuelle Programm des VDE/ZVEI-Energieforums steht unter "Programm" zur Verfügung.

Kontakt:

Peter Krapp
Tel.: 069 6302 272
krapp@zvei.org

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